Von der Schmotzigen-Feier weg: Feuerwehreinsatz in Rottweil

Feuerwehreinsatz auf der Saline in Rottweil: Am Abend rückte die Feuerwehr mit 43 Kräften zu einem brennenden Container aus. Der Brand war rasch unter Kontrolle. Die Ursache ist unklar.

Tatsächlich von der Kuttelsuppe, von der Schmotzigenfeier weg, wurden die Feuerwehrkräfte am Donnerstagabend in Rottweil alarmiert: Brand bei einem Schrott- und Recyclingunternehmen. Ein Container stand in Flammen. Zunächst war das Feuer als recht klein eingestuft, mit der niedrigsten Stufe alarmiert worden. Weil die aus der Rottweiler Altstadt als erste eintreffenden Kräfte dann rasch Wasser sowie weitere Einsatzkräfte benötigten, rückte ein Löschzug aus. Die Fahrzeuge und Feuerwehrleute aus der Kernstadt wurden von Kräften aus Bühlingen und Göllsdorf unterstützt. Auch der sogenannte Großtanker der Rottweiler Wehr war vor Ort, um einen schnellen Angriff auf den im Container brennenden Schrott vornehmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt bestand offenbar die Gefahr, dass das Feuer auf die Umgebung übergreifen könnte.

Auch das DRK rückte an. Am Schmotzigen mit vielen Fällen von betrunkenen und verletzten jungen Menschen keine leichte Aufgabe, auch noch einen Brandeinsatz abzudecken. Vor Ort waren dennoch einige DRK-Retter – der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (kurz, denn es gab keine Verletzten), sowie die Besatzungen eines Rettungs- und eines Krankentransportwagens (länger, um die unter Atemschutz arbeitenden Feuerwehrleute medizinisch abzusichern).

Allein mit drei Streifen fuhr die Polizei an. Sechs Beamtinnen und Beamte waren vor Ort. Deren Aufgaben: die Verkehrssicherheit auf der Straße vor dem Einsatzort sicherzustellen, zugleich erste Ermittlungen am Brandort vorzunehmen. Eine Streife jagte bald mit Blaulicht wieder davon: Ärger am Friedrichsplatz.

Angehörige des betroffenen Familienunternehmens, darunter der Geschäftsführer selbst, haben die Einsatzarbeiten begleitet. Die Leitstelle hatte sie informiert. Der NRWZ sagte der Unternehmer, er könne sich eigentlich nicht erklären, wie der Container in Brand geraten konnte. Man werde die Arbeit der Polizei vollumfänglich unterstützen.

Wie der Rottweiler Feuerwehrsprecher Marius Daute zusammenfasste, waren seitens der Rottweiler Wehr unter dem Kommando von Stadtbrandmeister Frank Müller 43 Kräfte in elf Fahrzeugen vor Ort. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer mit einem Strahlrohr ab, während ein Mitarbeiter des Unternehmens mit einem Bagger die Schrottteile auseinanderzog. Bald stieg weißer Rauch auf, der aus Wasserdampf besteht, hier ein Zeichen dafür, dass der eigentliche Brand gelöscht ist, dass eben noch Hitze im Brandgut ist.

Der zunächst bei dem Feuer entstandene Rauch war in weiten Teilen Rottweils wahrzunehmen. Es gab zunächst eine starke Rauchentwicklung. Laut Daute bestand aber keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Partikel eines solchen Brandes würden nur in die nähere Umgebung des Brandorts getragen. Der Geruch weiter. „Wie bei einem Lagerfeuer“, so der Rottweiler Feuerwehrsprecher.

Der bis dato jüngste Brand am zweiten Standort des Schrottunternehmens im September 2024 auf der Saline war deutlich größer. Damals war die Rottweiler Feuerwehr im Großeinsatz, damals wurde die Bevölkerung auch gewarnt und gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.




Peter Arnegger (gg)

… ist seit gut 25 Jahren Journalist. Seine Anfänge hatte er bei der Redaktion der “Schwäbischen Zeitung” in Rottweil, beim Schwäbischen Verlag in Leutkirch volontierte er. Nach einem Engagement bei der zu diesem Verlag gehörenden Aalener Volkszeitung wechselte Arnegger zur PC Welt nach München, einem auf Computer-Hard- und -Software spezialisierten Magazin. Es folgten Tätigkeiten in PR und Webentwicklung. 2004, wieder in seiner Heimat angekommen, half Arnegger mit, die NRWZ aus der Taufe zu heben. Zunächst war er deren Chefredakteur, und ist zwischenzeitlich Geschäftsführer der NRWZ Verwaltungs GmbH – und als solcher der verantwortliche Journalist der NRWZ. Peter Arnegger ist 1968 in Oberndorf / Neckar geboren worden.

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